Ausgehend von der Ausstellung „Guttet-Feschel zwischen Utopie und Nostalgie“ im Jahr 2024 und dem Projekt „Guttopia“ entstand die Idee, Zukunft über den lokalen Kontext hinaus zu denken. Der Förderverein Utopia und Peter Hofer entwickelten daraus die Vision eines Utopiaparks – eines Möglichkeitsraums, in dem Besucher Zukunft aktiv erleben, mitgestalten und im Sinne des Gemeinwohls neu denken.


Vom ersten Impuls zur Vision des Utopiaparks

Im Jahr 2024 wurde anlässlich der Neuauflage des Kulturwegs Guttet-Feschel die Ausstellung „Guttet-Feschel zwischen Utopie und Nostalgie“ realisiert.

Der Künstler und Architekt Felix Grundhöfer entwickelte dabei unter dem Projektnamen „Guttopia“ eine visionäre künstlerische Auseinandersetzung mit der Zukunft des Dorfes. Durch die im Dorf Guttet präsentierten Bildtafeln wurde Guttet als ein Ort sichtbar, der sich selbst neu denkt – als autarke und zukunftsfähige Gemeinschaft.

Diese künstlerische Intervention wurde zu einem entscheidenden Impuls. Sie eröffnete nicht nur neue Perspektiven auf das Dorf, sondern stellte grundsätzliche Fragen:

Wie könnte unsere Zukunft aussehen? Und wie können wir sie aktiv mitgestalten?

Aus dieser Auseinandersetzung entstand die Idee, die Frage nach Zukunft nicht nur auf einen einzelnen Ort zu beschränken, sondern in einen größeren Zusammenhang zu stellen. So entwickelte sich Schritt für Schritt die Vision eines Utopiaparks – eines Ortes, an dem Zukunft nicht nur gedacht, sondern erlebbar gemacht wird.

Der Förderverein Utopia griff diese Idee auf und unterstützte ihre Weiterentwicklung. Sein Präsident, Peter Hofer, setzte sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Zukunft gestaltet werden kann. Aus dieser Auseinandersetzung entstand die Buchtrilogie „Guttopia“, in der die Vision eines neuen Denkens literarisch verarbeitet wird.

Der geplante Utopiapark versteht sich als Möglichkeitsraum – als ein Ort, an dem Zukunft nicht vorgegeben, sondern gemeinsam erforscht wird. Besucherinnen und Besucher werden eingeladen, eine aktive Rolle einzunehmen, sich mit ihrer eigenen Zukunft und jener der kommenden Generationen auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

Im Zentrum steht ein klarer Impuls: dem Gemeinwohl mehr Raum zu geben. Denn nur wenn wir beginnen, über das eigene Interesse hinauszudenken, kann sich eine Welt entwickeln, die von Verbundenheit, Nachhaltigkeit und gegenseitiger Verantwortung geprägt ist.

In dieser Haltung knüpft der Utopiapark an den Humanisten und Staatsmann Thomas Morus an. In seinem Werk „Die Insel Utopia“ aus dem Jahr 1516 erkannte er die Notwendigkeit, über die bestehenden Verhältnisse hinauszudenken, um neue Möglichkeiten zu erschließen.

Seine Idee einer anderen, gerechteren Welt findet im Utopiapark eine zeitgemäße Entsprechung. Die Insel Utopia wird hier zu einem lebendigen Erfahrungsraum – zu einem Ort, an dem Visionen nicht nur gedacht, sondern erlebt und weiterentwickelt werden können.