Aufbruch in die Zukunft

Eine alte Frage

Die Frage nach der Zukunft begleitet die Menschheit seit jeher: Wie werden wir leben? Wie wird unsere Welt aussehen?

Gerade in Zeiten des Umbruchs gewinnt diese Frage an Dringlichkeit. Zukunftsängste sind allgegenwärtig – und wo Ängste entstehen, gibt es Kräfte, die sie zu ihrem Vorteil nutzen. Zugleich gibt es Menschen, die sich dem entgegenstellen und für eine gerechtere Welt einstehen.

Ein historischer Gegenentwurf

Auch Thomas Morus, Humanist und Staatsmann im England des 16. Jahrhunderts, stellte sich dieser Spannung. In seinem literarischen Vermächtnis Die Insel Utopia entwarf er 1516 das Bild einer gerechteren Gesellschaft – nicht als Flucht aus der Realität, sondern als bewussten Gegenentwurf zu Herrschaft, Ungleichheit und Unterdrückung seiner Zeit.

Die Frage heute

Mehr als 500 Jahre später, im Jahr 2026, wird dieses Vermächtnis neu aufgegriffen. Denn die Welt ist nicht automatisch gerechter geworden. Umso legitimer ist es, diese Frage erneut zu stellen – und sich wieder auf die Suche nach einer Insel Utopia zu machen.

Der Aufbruch

An der Schwelle zum 22. Jahrhundert nimmt der Förderverein Utopia diese Suche neu auf – in der Buchtrilogie Guttopia von Peter Hofer. Der Titel hat seinen Ursprung in einer Ausstellung im Jahr 2023 in Guttet, in der der Künstler und Architekt Felix Grundhöfer das bestehende Bergdorf planerisch in eine mögliche Zukunft weiterdachte und die Vision eines neuen Dorfes Guttopia entwarf.

Die Idee

Manchmal beginnt Veränderung dort, wo man sie am wenigsten erwartet: in einem Bergdorf – zwischen Natur und Geschichte, zwischen Tradition und Aufbruch. Aus dieser Spannung heraus ist eine Idee entstanden, die weit über einen einzelnen Ort hinausweist.

Der Förderverein Utopia stellt den Utopiapark vor – ein Projekt für die nächste Landesausstellung EXPO und anlässlich der 750-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft im Jahr 2041. Der Utopiapark möchte die Schweiz nicht nur zeigen, sondern neu denken: als Möglichkeitsraum zwischen einer fiktiven Welt und unserer Gegenwart.

Die Vision

Der Utopiapark versteht sich als Experiment für eine Zeit nach unserer Zeit – als Ort, an dem Gemeinwohl und Frieden wichtiger werden als Konkurrenz und Macht. Hier sollen neue Formen des Zusammenlebens erprobt werden, inspiriert vom Geist von Thomas Morus’ 1516 erdachter Insel Utopia.

Nicht als fertiges Modell, sondern als offener Denk- und Erfahrungsraum fragt der Park danach, wie Zukunft gestaltet werden kann, ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.